Blähbauch beim Pferd – erkennen, verstehen und nachhaltig beheben

Ein Blähbauch beim Pferd ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann ernsthafte Folgen haben. Gasansammlungen im Verdauungstrakt können zu Schmerzen, Unruhe und im schlimmsten Fall zu einer Gaskolik führen – einer Situation, die für dein Pferd lebensbedrohlich werden kann.

Doch wie erkennst du, ob dein Pferd einfach nur „vollgefressen“ oder tatsächlich aufgegast ist?

Und vor allem: Wie kannst du es unterstützen, damit sich die Verdauung langfristig stabilisiert?

Was sind Blähungen beim Pferd?

Unter Blähungen versteht man eine übermäßige Gasbildung im Verdauungstrakt – sei es im Magen, Dünn- oder Dickdarm.

Dabei entstehen Gase wie Methan, Kohlendioxid oder Schwefelwasserstoff, die normalerweise über den Darm entweichen.
Problematisch wird es, wenn zu viele Gase entstehen oder diese nicht richtig abgeleitet werden können.

Dann kann es zu einer schmerzhaften Aufgasung kommen.

Pferde sind anatomisch besonders anfällig dafür:

  • Der Mageneingang ist durch einen starken Schließmuskel gesichert – ein „Rülpsen“ ist nicht möglich.
  • Der Blinddarm dient als große Gärkammer, in der unverdaute Pflanzenbestandteile zersetzt werden. Gerät diese Fermentation aus dem Gleichgewicht, entstehen übermäßig viele Gase.
  • Ist der Durchgang zwischen Dünndarm und Grimmdarm verengt (z. B. durch Aufblähung), stauen sich Gase zusätzlich.

Häufige Ursachen für Aufgasungen

1. Fütterungsfehler

  • Plötzliche Futterumstellungen (z. B. von Heu auf junges Weidegras)
  • Stark zuckerhaltige Futtermittel (junges Gras, fruktanreiche Weiden)
  • Hülsenfrüchte oder leicht gärende Futtermittel wie Äpfel und Pastinaken
  • Schimmel- oder keimbelastetes Heu, Stroh oder Silage

2. Mangelnde Bewegung

Pferde, die sich zu wenig bewegen, haben eine langsamere Darmtätigkeit. Das führt dazu, dass der Futterbrei länger liegen bleibt, gärt und Gase entstehen.

3. Stress

Transport, Stallwechsel, Turniere oder Konflikte in der Herde hemmen die Verdauung. Gleichzeitig produziert der Magen weiter Säure – ein perfektes Szenario für Magenschleimhautreizungen und Darmungleichgewichte.

4. Gesundheitliche Probleme

Koliken, Darmentzündungen oder Parasitenbefall können das Gleichgewicht der Darmflora stören und Gasbildung fördern.


Wann wird es gefährlich? – Gaskolik erkennen

Eine Gaskolik ist eine schwere Form der Aufgasung. Typische Anzeichen sind:

  • Unruhe, Hinlegen, Wälzen
  • Scharren oder wiederholtes Blicken zum Bauch
  • Appetitlosigkeit, Schwitzen, erhöhter Puls
  • Veränderte Darmgeräusche oder völlige Stille im Bauchbereich

⚠️ Bei Verdacht auf Gaskolik sofort einen Tierarzt rufen!
Je schneller behandelt wird, desto geringer das Risiko für Folgeschäden.


Soforthilfe und Vorbeugung

Akute Unterstützung:

  • Tierärztliche Untersuchung bei starken Symptomen
  • Leichte Bewegung, um die Darmtätigkeit anzuregen
  • Entblähende Kräuter wie Fenchel, Kümmel oder Anis (bei leichten Blähungen)
  • Hochwertiges, strukturiertes Heu als Basisfutter

Langfristige Vorbeugung:

  • Futterumstellungen langsam über 2–4 Wochen
  • Zucker- und stärkearme Fütterung, wenn nötig
  • Regelmäßige Bewegung, angepasst an Kondition und Alter
  • Stressreduktion im Alltag
  • Regelmäßige Parasitenkontrolle
  • Futterqualität prüfen (kein Schimmel, keine Gärreste)

Die Rolle der Darmflora

Blähungen entstehen häufig durch ein Ungleichgewicht in der Darmflora. Sind „gute“ Mikroorganismen geschwächt, setzen sich Gär- und Fäulnisbakterien schneller durch. Das führt nicht nur zu Gasbildung, sondern schwächt den gesamten Organismus – von der Nährstoffaufnahme bis zum Immunsystem.

Genau hier setzt eine gezielte Darmsanierung an:
Nicht Symptome überdecken, sondern das Gleichgewicht wiederherstellen.


Mein 3-Phasen-Darmsanierungsplan für Pferde

Mit meinem 3-Phasen-Darmsanierungsplan erhältst du eine klare, umsetzbare Anleitung:

  1. Vorbereitung – Darm entlasten und Reizfaktoren entfernen
  2. Aufbau – gezielte Unterstützung der nützlichen Darmbakterien
  3. Stabilisierung – langfristig gesundes Darmmilieu sichern

Das Konzept basiert auf jahrelanger Praxiserfahrung und ist für jedes Pferd geeignet – nicht nur für akute Fälle.
Denn: Ein gesunder Darm ist die Basis für Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und ein starkes Immunsystem.

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Blähungen beim Pferd sind mehr als ein kosmetisches Problem. Sie sind oft ein Zeichen dafür, dass im Verdauungssystem etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Mit der richtigen Kombination aus Fütterung, Bewegung, Stressmanagement und gezielter Darmpflege lassen sich nicht nur akute Beschwerden lindern, sondern auch langfristig vorbeugen.

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