Von innen nach außen: Wie Stoffwechsel und Darm die Hufhornqualität formen

Stabile, tragfähige Hufe sind keine Selbstverständlichkeit. Brüchiges, sprödes oder weiches Horn ist oft kein „Hufproblem“ im eigentlichen Sinn, sondern ein sichtbares Signal: Im Inneren des Pferdekörpers läuft etwas nicht rund.
Denn Hufe sind weit mehr als ein Schutz für das empfindliche Innenleben – sie sind auch ein Spiegel der Stoffwechsel- und Darmgesundheit.


Hufhorn als Spiegel der Gesundheit

Hufhorn besteht hauptsächlich aus Keratin und wächst beim gesunden Pferd kontinuierlich nach.
Damit dieses Horn stabil, elastisch und belastbar ist, braucht der Körper ausreichend Bausteine wie Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine – aber auch einen reibungslos funktionierenden Stoffwechsel.

Ist dieser überlastet, landen Stoffwechselrückstände oft im Horn. Ähnlich wie beim Menschen Haare oder Nägel Schwermetalle einlagern können, „entsorgt“ der Pferdekörper manche Abfallstoffe im Hufhorn. Das schützt zwar zunächst die lebenswichtigen Organe, schwächt aber langfristig die Hornqualität.


Wenn der Stoffwechsel aus dem Takt gerät

Die häufigsten Auslöser für schlechte Hufhornqualität sind:

  • Unausgewogene Fütterung (z. B. zu viel Stärke oder zu wenig essentielle Nährstoffe)
  • Eiweißmangel oder -überschuss
  • Belastetes Raufutter (Schimmel, Bakterien, Giftpflanzen)
  • Abrupte Futterumstellungen
  • Bewegungsmangel (schlechte Durchblutung der Hufe)
  • Chronische Stoffwechselprobleme (z. B. EMS, Cushing)
  • Überlastete Entgiftungsorgane (Leber, Niere, Darm)

All diese Faktoren können dazu führen, dass der Körper nicht optimal entgiften kann – und die Hufe den Preis dafür zahlen.


Woran du schlechte Hufhornqualität erkennst

  • Brüchige oder rissige Hufe
  • Weiches Horn, das sich schnell abläuft
  • Hornspalten oder lose Wandteile
  • Sehr langsames Hornwachstum
  • Beschläge, die schlecht halten

Diese Anzeichen solltest du nicht nur als „Hufproblem“ sehen, sondern als Einladung, den Blick auf die Gesamtgesundheit zu richten.


So stärkst du die Hufe deines Pferdes nachhaltig

  1. Fütterung prüfen
    • Hochwertiges, sauberes Raufutter als Basis
    • Mineralstoffversorgung auf den Bedarf abstimmen (kein „Blindfüttern“)
    • Futterumstellungen langsam durchführen
  2. Entgiftungsorgane entlasten
    • Schadstoffarme Fütterung
    • Pflanzliche Unterstützung für Leber und Niere
    • Bindung von Toxinen im Darm (z. B. über bestimmte Mineralerden)
  3. Bewegung fördern
    • Regelmäßige, abwechslungsreiche Bewegung steigert die Durchblutung – auch in den Hufen
  4. Professionelle Hufpflege
    • Regelmäßige, fachgerechte Bearbeitung
    • Kontrolle auf Veränderungen im Hornbild

Warum der Darm der Schlüssel zu gesunden Hufen ist

Ein gesunder Darm filtert Nährstoffe optimal, hält Schadstoffe in Schach und unterstützt so indirekt die Hufqualität. Gerät die Darmflora jedoch aus dem Gleichgewicht, steigt die Belastung für Leber und Niere – und die Hufe werden oft als „Notlager“ für Abfallstoffe genutzt.

Deshalb setze ich in meiner Arbeit auf einen 3-Phasen-Darmsanierungsplan:

Mehr Infos zum 3-Phasen-Darmsanierungsplan findest du hier


Er hilft, den Verdauungstrakt zu stabilisieren, die Nährstoffaufnahme zu optimieren und die Entgiftungsleistung zu verbessern. So profitieren nicht nur Fell, Energie und Immunsystem – sondern auch die Hufe.

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